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Gedichte 3.0

Bücherschau, 2013, Wien „Dieses Gedicht / ist ein ernst gemeintes / Protestgedicht / mit dem Inhalt / dass Lyrik / in Ghettos gesteckt / verdrängt und ignoriert / in Buchhandlungen / wenn überhaupt / isoliert / aufbewahrt wird // Das Gedicht fordert / Gleichberechtigung / Durchmischung / multikulturelle Identität / dass Lyrikbände / in einer Reihe stehen / mit Prosa / an anderen Werken / gemeinsam / in einem Regal / alphabetisch sortiert“ heißt es im Gedicht „L’Égalité (Aufruf an alle Buchhändler)“ (S. 123) und hier zeigt sich bereits der oftmals pragmatische Ansatz in Martin Dragosits‘ Lyrik. Sein Protestgedicht ist ein durchaus ernstgemeinter Anstoß, der sowohl lösungsorientiert als auch humorvoll ist....

 

Literarisches Österreich, 2013, Wien ,,Belastende Worte wie Rosen / oder Liebe / gehören nicht hierher. / Sie sind grenzwertig / in einem Gedicht, das seinen / Anfang sucht, seine Mitte“. Was sich hier im Geflecht der Gedanken als Programm eines ernsthaft kritisch Denkenden vorstellt, erweckt Neugier und lnteresse; und findet im Lauf der Lektüre seine Bestätigung. Mit Anweisungen zu Aquidistanzen, Irrritationen von Spotlights beschreibt Martin Dragosits in rasch wechselnden Bildern eine Welt der Unrast; ...

 




Gedichte 3.0

Martin Dragosits, Gedichte 3.0,
Lyrik, Arovell Verlag, 2013
ISBN 978-3-902808-35-6
159 Seiten, 12 EUR

Bestellungen unter info@lyrikzone.at - 12 EUR zuzüglich Portokosten.


 

Der Himmel hat sich verspätet

etcetera, St. Pölten, 2010 Die Götter zittern, wenn sich der Himmel verspätet, denn ihre Taten, "Göttertaten", werden hinterfragt. Es geht um Verantwortung, wenn Martin Dragosits wissen möchte: "Wie habt Ihr euren Auftritt / Angelegt / Mit Schöpfungsgeschichte / Opfershow / Und Verzeihungsgeste"? Und gleich als Antwort vermutet: "Oder war es Straßentheater / Spontan improvisiert"? Der Wiener Autor legt seinen zweiten Lyrikband vor, der sich die Komparative redlich verdient: dichter, schwerer, krasser, mutiger, freier und schöner. (...)

 

& Radieschen, Wien, 2010 „Bei Inventur emotionaler Schwund“ lauten die beiden Schlusszeilen des Gedichtes „Besprechung“, und Inventur ist es tatsächlich, was Martin Dragosits in seinem zweiten Gedichtband „Der Himmel hat sich verspätet“ macht. Eine Inventur mit großer Themenvielfalt, eine Inventur, die sich gleichermaßen über den Makrokosmos der ganzen, großen, globalisierten Welt wie über den Mikrokosmos und die ganze Bandbreite menschlichen Gefühlslebens erstreckt. (...)

   




Der Himmel hat sich verspätet

Martin Dragosits, Der Himmel hat sich verspätet,
Lyrik, Arovell Verlag, 2010
ISBN 978-3-902547-01-9
150 Seiten, 12 EUR

Bestellungen unter info@lyrikzone.at - zuzüglich Portokosten.


 

Der Teufel hat den Blues verkauft

Bücherschau, Wien, 2008 (...) Dragosits’ Arbeiten zeichnen sich durch eine eigene, unverwechselbare Sprache und eine sehr persönliche Meinung zur Welt aus. Er verpackt die Dinge des Alltags, teils banal, teils von großerBedeutung in seine eigenen Worte, lutscht sie ein paar Mal durch und bringt sie als geniale Gedichte mit einem kaum entscheidbaren Ton zwischen Anklage und Analyse wieder hervor...

 

LitGes, St. Pölten, 2009 (... ) Knappe, punktgenaue Beschreibungen wechseln einander mit melancholisch gefärbten, atmosphärisch dichten Momentaufnahmen ab, die gelegentlich an die Dichter der Beat-Generation wie Ginsberg oder – mehr noch – Ferlinghetti erinnern. (...) In seinen besten Momenten (und davon gibt’s in dem Buch viele) besitzt Dragosits’ Lyrik die Schärfe und Präzision von guten Rocksongs...

   

Literaturmagazin Schnipsel, Bayern, 2007 Wenn Sie süffisant-witzigen Reflexionen über Gesellschaft, Kultur - Kirche, über Zwerge mit Strapsen und gefärbten Bärten, tote Rockstars und Außerirdische etwas abgewinnen können, finden Sie bei dem Wiener Lyriker Martin Dragosits Gedanken- und Lachfutter satt...

   

& Radieschen, Wien, 2008 (...) nicht nur die Vielfalt seiner Themen - Politik, Wissenschaft, Technik, Philosophie, Wirtschaft, Umweltschutz, Musik, aber auch immer wieder Einblicke in persönliche Lebensumstände und Befindlichkeiten - besticht, Martin Dragosits hat auch für jedes Thema das passende Vokabular zur Hand; teilweise entlehnt er es der Sprache der Managementseminare, der Politiker (oder vielmehr ihrer Berater) oder der Werbetexter, teilweise arbeitet er mit Musik- und Filmzitaten, denn „Sprache macht vieles möglich." (Zeile aus „Crv Baby")...

 

Marburger Forum, Hessen, 2007 (...) Dragosits gibt diesem Ich eine detailgenaue bilderreiche Sprache und einen „Sprechton“ und eine Haltung, für die eine Mischung aus beschreibender Distanz, melancholischer Ironie und unterschwelliger bis offener Kritik und Angriffslust charakteristisch sind. Die Gedichte decken die Brüchigkeit der Realität auf und lassen hinter dem Vorgegebenen, Selbstverständlichen, Banalen eine andere – gefährliche, verführerische – Wirklichkeit aufschimmern...

   

DUM, Das Ultimative Magazin, NÖ, 2008 Schon einmal gezockt in einem Nullsummenspiel? Können stumpfe Messer wählen, was sie tun? Ist ein Herzinfarkt am Strand gerecht? Martin Dragosits und seine Lyrik warten mit vielen Fragen auf, "meine Antworten", erklärt er im Gedicht "Fischteich, (vom Rezensenten etwas aus dem Zusammenhang gerissen), "sind kleine Fische im Vergleich zu den Fragen …" Doch Martin Dragosits stellt nicht nur schöne Fragen, er formuliert auch schöne Sätze ...

 

Monsters and Critics, Hamburg, 2007 Poplyrik. Lyrik fürs Volk liefert Martin Dragosits. Denn wie es das erste Gedicht verrät, schreibt der Wiener "über alles Mögliche". In den knapp 160 folgenden Gedichten erfahren wir, wie Jesus mit zwölf Kindern „fett und behäbig“ wurde (Schlußstrich). Oder auch, dass Zeit Luxus ist, der Papst Kirchen füllen und wir in unseren Köpfen frei sein könnten. Mit Witz und Ironie entführt uns das Buch auf eine Reise in die Geschichte der Menschheit, wo wir Karl dem I. und griechischen Mythen wie Sisyphus begegnen...

   

Literarisches Österreich, 2009 ...gibt es Plädoyers für das zwecklose Gedicht, das keine Absicht, Meinung oder Stimmung signalisiert, Schlagzeilen auslässt, sich nicht um Ungerechtigkeiten kümmert, ohne Vorurteile existiert, flexibel anwendbar ist, unauffällig, ohne spezielle lnteressen und Mitspieler-Emotionen.

 

Gedichtbesprechung, Marburger Forum, 2007 Das Gedicht kommt, beim ersten Lesen, in einem leichten, etwas maliziösen und ironisch-spruchhaften Ton daher. Es hat selber "Schwung" - unversehens ist man schon am Ende angelangt und beginnt vorsichtshalber noch einmal von vorn, wobei man sich vornimmt, dieses Mal die Sache etwas ruhiger anzugehen. So bemerkt man, dass die fünf Zeilen der drei Strophen eine klare Abfolge haben...

   




 



 

Martin Dragosits, Der Teufel hat den Blues verkauft
Lyrik, Arovell Verlag, www.arovell.at , 2007
ISBN 978-3-902547-44-6, 170 Seiten

Bestellungen unter info@lyrikzone.at , 12 EUR zuzüglich Portokosten.


Bücherschau, 2013, Wien

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